Geburtstagskind, Geburtstagskind nun sind wir alle da... Zu meinem heutigen Geburtstag gönne ich mir mal wieder ein Buch. Denke ich... Ich weiß nur noch nicht welches.
Es ist ruhig hier. Nicht nur im Blog sondern auch bei uns zu Hause. Also nicht wirklich ruhig, denn wann ist es das schon mit einer fast 6jährigen und einem 6 Monate alten Baby, aber es passiert einfach nicht viel. Ich warte gespannt auf Reaktionen auf mein fleißiges Gebärden, aber da kommt einfach nicht viel. Sara ist aber gerade auch mit so vielem beschäftigt. Sie will vorwärts kommen, sie will essen, sie "spricht" viel usw.. Da scheint mir gerade für Feinmotorik kein Platz zu sein. Ich erwarte bestimmt auch viel zu früh etwas. Immerhin erwartet sie bei manchen Handlungen Gebärden und freut sich, wenn ich dann was zeige. Musik ist immer noch das beliebteste, aber auch Licht an und aus wird grinsend zur Kenntnis genommen. Ich bin nur einfach so gespannt darauf, wann etwas von ihr kommt und was sie wohl gebärdet und ob sie gebärdet und so... Geduld ist einfach nicht so mein Ding und es fällt mir manchmal auch schwer, so motiviert am Ball zu bleiben. Sara entwickelt sich plötzlich einfach so rasant und auch ich bin im Moment mehr mit ihrem Essen beschäftigt.
Da wir aber immer noch viel singen und Lieder mit Gebärden unterstützen, sollte ich vielleicht da erstmal ansetzen. Ich hab nur manchmal das Gefühl, dass Sara gebärdenunterstützte Lieder zu passiv sind. Ich glaube, sie findet es toller, wenn sie durch ihre Aktion eine Reaktion/Gebärde von mir provoziert.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht
Sara zeigt uns die Welt
Dienstag, 15. Juli 2014
Mittwoch, 2. Juli 2014
Förderwahn? Sinn oder Unsinn?
Ich möchte keine Mama sein, die ihr Kind überfordert statt zu fördern. Diese ganzen Angebote, die ein Baby in seiner Entwicklung fördern sollen, sind nichts für mich. Ich hab schon bei der Großen kaum etwas gemacht, einfach auch weil sie schnell überfordert schien, wenn etwas anders lief als gewohnt und/oder es viel Trubel um sie herum gab. Die Kleine ist ja schon anders. Sie kann einfach auch nicht so empfindlich sein, weil sie halt das Programm der Großen mitmachen muss. Es scheint ihr aber zu gefallen, denn sonst würde ich mir natürlich eine Lösung einfallen lassen.
Wenn man über die Vorteile der Babyzeichen liest, kann man schon denken, dass das etwas für die förderwütige Mutti ist. Von größerem Wortschatz, früherem Sprechen, besserem Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen, verbesserter Gehirnentwicklung, engerer Beziehung zu Bezugspersonen und besserer Motorik und Selbstwahrnehmung ist die Rede. Solche Aufzählungen rufen aber bei vielen Müttern eine Panik hervor: Entwickelt sich ein Kind ohne Babyzeichen denn in diesen Punkten schlechter? Sind solche Auflistungen wirklich für manche Eltern Kriterium, um diesen Weg einzuschlagen? Ich kann mir das schwer vorstellen. Für mich ist das alles entscheidende Argument für die Babyzeichen pure Faszination! Ich will wissen, was in den Köpfen meiner Kinder vor sich geht! Die Große teilt mir das ja immer gerne mit (z. B. auf die Frage warum sie gerade ununterbrochen redete, sagte sie: "Weil ich einfach viel zu sagen habe!"), aber die Kleine wird ja noch ein wenig Zeit brauchen bis sie so spricht. Ich möchte aber nicht bis dahin warten in ihre Gedankenwelt einzutauchen, wenn es auch anders geht. Folgenden Kommentar las ich mal bei Facebook: "Gut, dass wir Babyzeichen nutzen, denn sonst hätte mir meine Tochter nicht sagen können, dass ihr Popel lecker schmeckt." So etwas banales, vielleicht auch ekliges und doch für mich zumindest Faszination pur. Dass Babys und Kleinkinder nicht denken würden,m hab ich nie gedacht,m aber wie differenziert ihre Gedanken teilweise doch sind, welchen Blick fürs Detail Kleinstkinder schon haben, ist doch einfach nur erstaunlich.
Also meine Gründe für die Babyzeichen sind vielleicht purer Eigennutz, aber ich möchte, das mir meine Kinder ihre Gedanken mitteilen können. Welche Mutter hat sich denn noch nie gewünscht, mal Gedanken lesen zu können, wenn die Kleinen ganz vertieft in etwas waren oder aufmerksam in der Gegend herumgeschaut haben?
Wenn man über die Vorteile der Babyzeichen liest, kann man schon denken, dass das etwas für die förderwütige Mutti ist. Von größerem Wortschatz, früherem Sprechen, besserem Vorstellungs- und Erinnerungsvermögen, verbesserter Gehirnentwicklung, engerer Beziehung zu Bezugspersonen und besserer Motorik und Selbstwahrnehmung ist die Rede. Solche Aufzählungen rufen aber bei vielen Müttern eine Panik hervor: Entwickelt sich ein Kind ohne Babyzeichen denn in diesen Punkten schlechter? Sind solche Auflistungen wirklich für manche Eltern Kriterium, um diesen Weg einzuschlagen? Ich kann mir das schwer vorstellen. Für mich ist das alles entscheidende Argument für die Babyzeichen pure Faszination! Ich will wissen, was in den Köpfen meiner Kinder vor sich geht! Die Große teilt mir das ja immer gerne mit (z. B. auf die Frage warum sie gerade ununterbrochen redete, sagte sie: "Weil ich einfach viel zu sagen habe!"), aber die Kleine wird ja noch ein wenig Zeit brauchen bis sie so spricht. Ich möchte aber nicht bis dahin warten in ihre Gedankenwelt einzutauchen, wenn es auch anders geht. Folgenden Kommentar las ich mal bei Facebook: "Gut, dass wir Babyzeichen nutzen, denn sonst hätte mir meine Tochter nicht sagen können, dass ihr Popel lecker schmeckt." So etwas banales, vielleicht auch ekliges und doch für mich zumindest Faszination pur. Dass Babys und Kleinkinder nicht denken würden,m hab ich nie gedacht,m aber wie differenziert ihre Gedanken teilweise doch sind, welchen Blick fürs Detail Kleinstkinder schon haben, ist doch einfach nur erstaunlich.
Also meine Gründe für die Babyzeichen sind vielleicht purer Eigennutz, aber ich möchte, das mir meine Kinder ihre Gedanken mitteilen können. Welche Mutter hat sich denn noch nie gewünscht, mal Gedanken lesen zu können, wenn die Kleinen ganz vertieft in etwas waren oder aufmerksam in der Gegend herumgeschaut haben?
Dienstag, 24. Juni 2014
Lieder und Verse
21.06.14
Falls sich jemand über das Datum wundern sollte, das oben rechts steht: Da ich ja gerade im Urlaub bin, schreibe ich meist irgendwann tagsüber etwas in mein Büchlein, aber veröffentliche es, wenn ich die Zeit dafür habe. Das wird sich sicherlich ändern, sobald wir wieder zu Hause sind.
Also die Große ist mit Feuereifer dabei Gebärden zu lernen. Durch den Urlaub lass ich die Gebärden schon irgendwie ein wenig schleifen. "komm" gebärde ich weiterhin und in unserer Einliegerwohnung gebärde ich auch viel, aber meine Schwiegereltern würden "richtige" Gebärden vielleicht irgendwie zu abgefahren finden oder es ist mir unangenehm allzu offensichtlich zu gebärden. Keine Ahnung! Wird schon werden mit der Zeit. Mein Buch habe ich aber dabei und ich lese unheimlich viel. Gedanklich muss ich schon manchmal bremsen, weil ich so viel auf einmal gebärden könnte. Die Große findet Babyzeichen aber so toll, dass sie ständig Neues lernen möchte und das unterstütze ich natürlich. Die Kleine bekommt also ständig von Gebärden begleitete Lieder vorgesungen. Sie liebt es, wenn jemand singt. Nun hab ich also den ganzen Abend damit verbracht, Kinderlieder und Verse zu suchen, die mit ein paar Gebärden begleitet werden können, und mir die dazugehörigen Gebärden einzuprägen.
Folgende Verse haben wir nun also im Repertoire (die fett gedruckten Wörter kann ich dazu gebärden)
Tschu, tschu, tschu die Eisenbahn,
wer will mit zur Oma fahr'n?
Alleine fahren mag ich nicht
drum nehm ich meine Schwester mit.
Karl, der kleine Krabbelkäfer
krabbelt hoch, krabbelt runter, krabbelt hin und krabbelt her, krabbelt auf deinem Bauch umher
muh, muh, muh
so ruft im Stall die Kuh.
Wir geben ihr das Futter
Sie gibt uns Milch und Butter
muh, muh, muh, so ruft im Stall die Kuh
Kommt ein Mäuschen
Baut ein Häuschen
Kommt eine Mücke
Baut eine Brücke
Kommt ein Floh
und der macht so (kitzeln)
Fünf Kinder gehen in den Zoo
und jeder ruft: "Ich freu mich so!"
Das Erste will gleich zu den Affen
Das Zweite nur zu den Giraffen
Das Dritte will den Tiger seh'n
Das Vierte will zum Nashorn geh'n
Das Fünfte ruft: "I wo, I wo!
Ich muss doch erstmal auf das Klo!"
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob wir die Kleine damit beeindrucken können und ihr ein Grinsen aufs Gesicht zaubern.
Sonntag, 22. Juni 2014
Wie es dazu kam...
20.06.2014
In einer Facebook-Gruppe las ich mal etwas über Babygebärden. Ich hab mich aber nicht weiter damit beschäftigt, sondern fand es irgendwie zu "abgefahren" für uns. Das machen doch bestimmt nur Öko-Hippie-Mütter, die mit Globuli um sich werfen, windelfrei praktizieren oder zumindest Stoffis nutzen usw. Ja, ich hatte Vorurteile. Seit aber meine 2. Tochter auf der Welt ist, hat sich einiges geändert. ich gehöre immer mehr zu den tragenden, familienbettenden Öko-Hippie-Müttern...
Zusammen mit der Großen sah ich mal eine Sendung über Taube und ihre Kinder. Dass die Kinder, die hören und sprechen konnten, bereits mit einigen Monaten über Gebärden mit ihren Eltern kommunizieren konnten, hat mich total fasziniert. Sofort fiel mir die Facebook-Gruoppe wieder ein und ich stellte dort gleich die Frage nach den Babygebärden. Viele Bücher und Links wurden mit vorgeschlagenund den Rest des Tages war ich vertieft in dieses Thema. Als mein Mann dann abends von der Arbeit kam, zeigte ich ihm das gleich (als Einstieg zeigte ich ihm ein Youtube-Video) und erklärte auch, dass die Gebärden die Zweisprachigkeit erleichtern könnten. Wir waren uns schnell einig, dass wir es mal versuchen würden. Die Kleine war zu dem Zeitpunkt ca. 4 Monate alt. Wir fingen an, uns im Alltag zu beobachten: Welche Gebärden nutzen wir instinktiv (komm, lecker, alle, wo, da) und welche Wörter nutzen wir viel (Milch, kuscheln, wo, Musik, Schwester, mehr/nochmal). Diese Gebärden wollten wir als erstes nutzen. Ich kaufte mir ein Buch (Vivian König "Das große Buch der Babyzeichen") und las und las und las. Im Internet stöberte ich auch immer wieder ausgiebig und ich gründete eine eigene Facebook-Gruppe, um mich besser austauschen zu können. Unser Alltag wurde nun also mit Gebärden bereichert. Einige nutzten wir ja eh schon, andere Gebärden wollten wir mehr nutzen, aber es passte dann auch nicht immer. Wenn die Kleine hungrig war und brüllte, fand ich es sinnlos erstmal "Milch" zu gebärden. Meine Tochter wird nämlich nicht langsam immer hungriger sondern ist entweder satt und glücklich oder hungrig und dann schreit sie. Ich hab mir dann also eher angewöhnt, ihr trinken zu kommentieren ("jetzt trinkst du endlich deine Milch") als vorher zu sagen, das ich jetzt die Milch mache. Wenn sie wenigstens gucken würde, wenn sie so weint, dann würde sie vielleicht eher verstehen, dass ich schon die Milch mache und sich dann etwas beruhigen.
Ein sehr beliebtes Zeichen ist übrigens "Musik". Sara hat eine Wippe, in der sie Musik anmachen kann, wenn sie an einem Griff zieht. Seit ich jedesmal dazu "Musik" gebärde, zieht sie noch viel lieber daran und schaut mich dann erwartungsvoll an. Ich bin gespannt, wann sie dazu gebärdet.
Ich las, dass Babys motorisch und kognitiv in der Lage sind Gebärden für sich zu nutzen, wenn sie einfache Dinge wie"da" oder "winke-winke" machen. Da kam aber bisher nichts von ihr,. Sara ist aber jetzt auch erst 5 Monate alt.
Seit gestern sind wir im Urlaub bei meinen Schwiegereltern. Heute morgen lag ich mit Sara im Bett. Mein Mann und die Groß schliefen noch und wir machten ein wenig Quatsch. Dann fragte ich Sara, wo denn der Papa sei. Sie schaute sich um, sah ihn neben uns und zeigte ganz bewusst mit gestrecktem Zeigefinger auf ihn. Ich war so stolz auf sie! Wir wiederholten das während des Spielens dann noch ein paar mal. Wegen dieser Geste und meinem unbändigen Stolz, kam ich dann auf die Idee unser Leben mit den Gebärden aufzuschreiben und öffentlich zu teilen. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
Abonnieren
Posts (Atom)